Erzählung von Klimaflucht

Balki IBRAHIM

Bäuerin aus Nigeria

Balki IBRAHIM, 30, hat in Nigeria von der Landwirtschaft gelebt. Dürren und Überschwemmungen haben ihre Existenz zerstört. Die Flucht endete in den Händen der Terrorgruppe Boko Haram.
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Die 30-jährige Balki IBRAHIM ist eine Überlebende der Klimakrise und der Terrorgruppe Boko Haram. Sie lebt heute mit ihrem zweiten Ehemann und einer Tochter aus erster Ehe in Maiduguri, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Borno. Dort versucht das Ehepaar, ihr Geld als Wächter eines Rohbaus zu verdienen. Die Bezahlung ist schlecht und bleibt oft aus, aber immerhin dürfen sie auf einer einfachen Hütte auf dem Grundstück wohnen. Balki Ibrahim sagt selbst, dass der Klimawandel ihr Leben sehr verändert habe. Noch vor 15 Jahren lebte sie mit ihrem ersten Ehemann und den drei gemeinsamen Kindern in einem Dorf in der Nähe des Tschadsees von der Landwirtschaft. Aufgrund einer Folge von Dürren und Überschwemmungen musste die Familie ihre Felder aufgeben. Sie zogen in eine andere Gegend, dort wurden sie von der Terrorgruppe Boko Haram entführt. Balki Ibrahim verlor ihre Familie bis auf ihre jüngste Tochter, hat aber dann noch einmal geheiratet.
Interview und Voiceover: Bettina Rühl (Journalistin und freie Afrika-Korrespondentin. Lebt in Nairobi/Kenia)
in Zusammenarbeit mit climatenarratives.org
Klima & Umwelt Orte & Regionen Folgen & Verantwortung
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  • Balki Ibrahim, eine Bäuerin aus Nigeria, lebte lange mit ihrer Familie in der Nähe des Tschadsees. Dort haben sie Mais und Bohnen angebaut. Doch als der Klimawandel Dürren und Überschwemmungen brachte, ändert sich alles. Ohne eine sichere Ernte bleibt der Familie im Jahr 2013 nur eine Entscheidung: Aufbrechen und woanders ein neues Leben beginnen.
  • Die Hoffnung auf ein sicheres Zuhause zerschlägt sich in einer einzigen Nacht. Ein Jahr, nachdem Balki Ibrahim und ihre Familie in einem anderen Dorf in der Tschadsee-Region Fuß gefasst hatten, überfallen eines Nachts bewaffnete Männer das Dorf und entführt die Familie. Es sind Mitglieder der terroristischen Gruppierung Boko Haram. Drei Jahre lebt die Familie in Gefangenschaft.
  • Nach Monaten der Gefangenschaft ergibt sich endlich eine Gelegenheit zur Flucht. Drei Tage dauert der Marsch durch die Hitze, bis Ibrahim in Kamerun Hilfe findet. Doch die Strapazen der Flucht kosten zwei ihrer Kinder das Leben.
  • Nach ihrer Flucht kehrt Ibrahim nach Nigeria zurück und heiratet erneut. Auch dort bestimmen Hunger und Armut ihren Alltag  – und ihre Erinnerungen lassen Balki Ibrahim keine Ruhe. Schließlich verliert sie auch ihre Brüder. Aus Verzweiflung schließen sich die jungen Männer der Terror-Gruppe Boko Haram an.
  • Die Natur hat sich verändert – und mit ihr das Leben von Balki Ibrahim und ihrer Familie. Die Flucht vor der Perspektivlosigkeit, die Entführung und die Gewalt durch Boko Haram, die Entfremdung innerhalb der Familie. Ohne den Klimawandel hätte womöglich vieles anders ausgesehen.

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